Ende des vergangenen Jahres haben die beiden Künstlerinnen Sarah Becher und Katharina Heinisch die „Galerie Volksdorf“ in der Weißen Rose eröffnet. Bis zum 21 April läuft ihre dritte Ausstellung “Hamburg: Stadt, Land, Fluss”. Sechs Künstler*innen zeigen ihre Sicht auf die vielseitige Hansestadt Hamburg.
Der Norden der Stadt hat einen neuen Kunsthotspot: die „Galerie Volksdorf“ in der Weißen Rose 3. Lange gab es unter dieser Adresse Kleidung zu kaufen, dann stand der rund 170 qm große Laden leer und wurde unterschiedlich genutzt. Beispielsweise im vergangenen Jahr als Pop-up-Galerie für die Kulturinstitution „Kunstspuren Volksdorf“. Mit dabei als ausstellende Künstlerin war die Volksdorferin und Kunstspurenmitglied Sarah Becher. „Das hat mir so einen großen Spaß gemacht, dass ich in diese Richtung weitermachen wollte – als Künstlerin, Galeristin und Kuratorin, um diesen Ort langfristig mit Kunst zu beleben.“ Aber nicht alleine, denn da gibt es noch eine Familie mit Mann und drei kleinen Kindern. „Mir wurde Katharina Heinisch vermittelt, eine Malerin, die sich vor allem auf Porträts spezialisiert hat. Es hat sofort gepasst und sie war gleich Feuer und Flamme für das Projekt.“ Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten war schnell unterschrieben und so gibt es in der Weißen Rose 3 wieder dauerhaftes Leben, denn die beiden organisieren nicht nur Ausstellungen, sondern geben Kunst-Workshops und arbeiten dort auch.
„Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Menschen vor den Fenstern stehen bleiben und uns beim Malen zuschauen. Die meisten kommen dann auch rein und wir sprechen über Kunst – über unsere und im Allgemeinen“, sagt Sarah Becher, die seit ihrem 14 Lebensjahr malt und seit dem nicht nur Künstlerin ist, sondern auch Kunst-Lehrerin. Allerdings aktuell nur noch eingeschränkt, denn es gibt jetzt auch den Job als Galeristin. Und Zeit zum Malen soll ja auch noch drin sein, am liebsten für Blumen und Landschaften. Letztere gerne aus dem Duvenstedter Brook oder den Volksdorfer Teichwiesen. Als Aquarell, wenn es draußen schnell gehen soll, oder drinnen in Acryl mit Zeit. „Dabei kommt es mir bei den Landschaften nicht aufs Detail an, sondern die Stimmung.“
Einige dieser Bilder werden in der aktuellen Gruppenausstellung „Hamburg: Stadt, Land, Fluss“ bis April zu sehen sein. „Gezeigt wird die Vielseitigkeit unserer Stadt – vom urbanen Leben bis zu Motiven entlang der Elbe und den grünen Seiten Hamburgs. Viele Arbeiten sind direkt draußen vor Ort entstanden und haben Licht, Wetter und Stimmung unmittelbar eingefangen“, freut sich die 43-Jährige. Neben Sarah Bechers Werken sind einige folgender Künstler*innen zu sehen: Susanne Wind (malt Landschaften und Urbanes mit und ohne Menschen mit Eitempera-Farben), Bernd Muss (Plastiken aus Treibgut und mehr), Uta Masch (malt am liebsten den Norden – Strand, Steine, Moor, Acker oder Dünen), Mascha Brichta (rahmt maritime Fotos mit Upcycling-Material) und Marion Turni (Hafenimpressionen in Öl). „Alles tolle, regionale Künstler*innen, auf die ich aktiv zugegangen bin, weil ich sie kenne oder weil deren Werke mir über den Weg gelaufen sind und mir gut gefallen. So halte ich es bei jeder Ausstellung.“ Ein Konzept, das gut ankommt.

Susanne Wind, Winter in Övelgönne, 2025





KUNST-TIPPS:
Aktuelle Ausstellung – Hamburg: Stadt, Land, Fluss, bis 21.04.
Kommende Ausstellung – Blumen & Gärten, 25.04. – 01.07.
Mehr Infos gibt es HIER
Aufmacherfoto: Künstlerinnen und Galeristinnen Sarah Becher und Katharina Heinisch (r.) © Mascha Brichta


