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Samstag, 2 März 2024
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    StartNaturBeim NABU: Fotos der dänischen Nordseeküste

    Beim NABU: Fotos der dänischen Nordseeküste

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    Der NABU Hamburg präsentiert im Duvenstedter BrookHus von Samstag, 25. März 2023 bis zum Montag, 1. Mai die Fotoausstellung „Komm mit an den Ringkøbing Fjord!“. Die Besucher*innen erwartet eine fotografische Reise entlang der dänischen Nordseeküste, auf die sie die Künstler Ernst Wilhelm Grüter und Heinz Peper mitnehmen. 

    „Die Naturfotografien der beiden NABU-Aktiven Ernst Wilhelm Grüter und Heinz Peper zeigen die Vielfalt, insbesondere der Vogelwelt, an der dänischen Nordseeküste. Wir freuen uns, die Bilder unserem Publikum im BrookHus zugänglich zu machen und so vielleicht die Reiselust bei einigen zu wecken“, so NABU-Referentin und Leiterin des BrookHus, Dr. Stefanie Zimmer. Neben der Kunstausstellung ist das BrookHus der ideale Ausgangspunkt für Touren durch die angrenzenden Naturschutzgebiete Duvenstedter Brook und Wohldorfer Wald. Die Mitarbeiter*innen des NABU helfen bei Fragen aller Art gern weiter, darüber hinaus gibt es umfangreiche Informationen sowie interaktive Stationen, um die Tier- und Pflanzenwelt der Umgebung kennenzulernen. Vorträge und wechselnde Kunstausstellungen runden das Angebot ab.

    Kampfläufer. Foto: NABU/Ernst-Wilhelm Grüter

    Zur Ausstellung:

    Ernst Wilhelm Grüter und Heinz Peper zeigen eine Fotosafari entlang der dänischen Nordseeküste. Sie haben diese Fotos hauptsächlich in den Naturschutzgebieten Filsø, Tipperne und Skjern Enge aufgenommen, in die bereits mehrere NABU-Reisen stattfanden. Zusätzlich stellen sie auf Tafeln diese Gebiete mit den Naturschutzmaßnahmen vor und erläutern deren Bedeutung für den Vogelzug, die Brutzeit und für die Natur im Allgemeinen.

    Der See Filsø wurde schrittweise bis 1950 wegen der Landwirtschaft trockengelegt. 2011 begann ein Renaturierungsprojekt, welches erst 2018 abgeschlossen wurde. Heute ist der Filsø als sechstgrößter See Dänemarks ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Die Halbinsel Tipperne, das größte Vogelschutzgebiet Nordeuropas, ist ein bedeutendes Durchzugs- und Brutgebiet für viele Wiesen- und Watvögel. Sie ist eines der ältesten Vogelschutzgebiete Dänemarks. Das Naturschutzgebiet Skjern Enge wurde als das einzige Flussdelta Dänemarks bis in die 1980er Jahre entwässert und begradigt. Dann begann eines der größten und längsten Renaturierungsprojekte entlang der Flussaue. Heute gehört das neu entstandene Flussdelta mit Feuchtwiesen, Mooren und Heidelandschaften zu den bedeutendsten Brut- und Rastplätzen Skandinaviens für Wasser- und Watvögel.

    „Diese dänischen Naturschutzgebiete rund um den Ringkøbing Fjord wurden in den letzten Jahrzehnten durch aufwendige Renaturierungsmaßnahmen zurückgewonnen und sind wieder wichtige Rastplätze für Zugvögel, vor allem für Gänse, Enten und Limikolen“, erklärt Heinz Peper, Reiseleiter beim NABU Hamburg. Die Fotos belegen, dass sich der Aufwand gelohnt hat und eine Vielfalt der Arten zu beobachten ist. Dieses trifft nicht nur auf die Zug- und Brutvögel zu, sondern auch allgemein auf die Tier- und Pflanzenwelt.

    Die Ausstellung läuft vom 25. März bis zum 1. Mai 2023. Am Sonntag, 26. März werden Ernst Wilhelm Grüter und Heinz Peper zur Vernissage ab 12 Uhr persönlich anwesend sein und Fragen zu ihren Werken beantworten. Für die Vernissage ist eine Anmeldung erforderlich unter www.NABU-Hamburg.de/anmeldung. Die Ausstellung kann ansonsten während der regulären Öffnungszeiten besucht werden. Diese sind im März jeweils am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Im April und Mai öffnet das BrookHus von Dienstag bis Freitag 13:30 bis 17 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist jeweils frei.

    Der NABU ist mit über 29.000 Mitgliedern Hamburgs größter Umweltverband. Mit praktischem Naturschutz, politischem Druck und Umweltbildung sorgen NABU-Aktive überwiegend ehrenamtlich dafür, dass Hamburg grün und lebenswert bleibt. Weitere Informationen und Mitmachangebote unter www.NABU-Hamburg.de.

    Aufmacherfoto: Großer Brachvogel. Foto: NABU/Heinz Peper