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Dienstag, 31 Januar 2023
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    Eine Winterhuderin beim Promibacken

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    „Nicht direkt perfekt“ – unter diesem Motto schrieb Buchautorin und Comedian Nicole Jäger nicht nur ein Buch, sondern backt auch Kuchen und Torten. Ab heute – 11. Januar – mittwochs um 20:15 Uhr in SAT.1 stellt sich die 40-jährige Winterhuderin bei „Das große Promibacken“ neuen Herausforderungen, um am Ende den Goldenen Cupcake und 10.000 Euro für einen guten Zweck zu gewinnen.

    Warum sind Sie bei der siebten Staffel von „Das große Promibacken“ dabei? Was ist ihre Motivation?

    Es ist eine Riesenherausforderung, mitzumachen. Ich bin Künstlerin, und Backen ist eine große Kunst, aber ich habe Lust auf diese Herausforderung. Ich finde, das Backen von Torten sieht immer wahnsinnig toll aus. Bei meinem Coaching habe ich festgestellt, dass diese tolle Optik richtig schwierig ist. Aber ich habe da total Lust drauf.

    Eins Ihrer Programme hatte den Titel „Nicht direkt perfekt“ – wie perfekt waren Ihre Torten beim Promibacken?

    Mein Programmtitel ist auch der Titel für mein Backen. „Nicht direkt perfekt“ trifft es richtig gut. Es ist einiges schief gegangen. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber es ist tatsächlich nicht immer perfekt geworden.

    Aber Sie haben etwas fürs Leben gelernt?

    Absolut. Torten erstellen und backen ist eine wahnsinnige Leidenschaft. Ich finde, es ist eine unglaubliche Passion, wenn Leute das wirklich gut können. Ich habe großen Respekt vor dem Handwerk und für mich ist Backen auch immer ein bisschen Alchemie. Ich koche sehr gerne, aber beim Backen kommt es auf Grammgenauigkeit, Temperatur und Timing an. Man muss so viele Dinge berücksichtigen, dass das, was am Ende entsteht, einfach in vielerlei Hinsicht ein Kunstwerk ist. Ich bewundere das sehr, ich habe sehr viel gelernt. Mein Freundeskreis liebt es, dass ich jetzt ständig so viel backe.

    Was ist Ihr Minimalziel? Wie ehrgeizig sind Sie?

    Ich bin superehrgeizig! Natürlich hätte ich am liebsten den Goldenen Cupcake. Aber vor allen Dingen ist das minimalste Ziel, das ich habe, die erste Runde zu schaffen. Ich möchte mindestens in die zweite Show. So viel müssen meine Torten und Kuchen schon können!

    Wie groß war Ihr Backvermögen vor dem Promibacken?

    Ich glaube, das erste Mal in meinem Leben Kuchen gebacken habe ich als Kind mit meiner Mama zusammen und seitdem immer wieder ab und an mal für irgendeinen Anlass, aber nie so richtig viel. Ich konnte vorher eine Torte und so zwei bis drei Kuchen, bei denen ich gute Skills hatte. Aber als ich dann eingestiegen bin in das ganze Backthema, also mehr als ‚ich mische hier ein paar Sachen zusammen und der Backofen wird’s schon richten‘, sondern mich so richtig damit auseinandergesetzt habe, habe ich schon gemerkt, dass meine Back-Skills bei minus drei lagen. Man sagt ja, eine Dose Ravioli warm machen ist kein Kochen und genauso ist es beim Backen bei mir gewesen. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich da so viel mitgenommen habe und jetzt endlich mal einen vernünftigen Kuchen backen kann!

    Haben Sie das unterschätzt?

    Nein, gar nicht. Ich bin auch mit sehr viel Respekt an die ganze Sache herangegangen. Aber es hat mich erstaunt. Es hat zwei Aspekte: Zum einen, wie umfangreich und aufwändig so ein Kuchen ist, weil ich auch für mich ganz banal das erste Mal verstanden habe, was Kuchen wertvoll macht. Wenn man ein Stück Torte beim Konditor kauft, kauft man Kunst, und man kauft Leidenschaft und Zutaten und ganz viel Arbeit, die auch noch körperlich anstrengend ist. Ich betrachte seitdem Kuchen und Torten in Konditoreien oder in Cafés, die diese selber herstellen, aus einem ganz anderen Blickwinkel. Zum anderen habe ich jedoch unterschätzt, wie viel Spaß es macht und auch, wie gut man es am Ende doch hinbekommt, wenn man sich richtig reinhängt.

    Welche drei Tipps würden Sie Backanfänger:innen mit auf den Weg geben?

    Auf jeden Fall locker bleiben! Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es ist nur eine Torte. Dann ganz genau das komplette Rezept lesen. Sich in Ruhe überlegen, was man machen möchte. Sich die Zutaten bereitstellen, am besten auch schon abgewogen. Das macht alles viel, viel einfacher. Und zu guter Letzt: Backen ist immer ein ganz klein bisschen Glück und Alchemie. Das heißt, man braucht Skills und gute Zutaten und einen Backofen und dann muss man sich reinhängen. Aber es hat auch immer so ein ganz klein bisschen mit Glück zu tun, glaube ich. Man darf den Spaß daran nicht verlieren. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, Torte ist etwas Tolles. Deswegen unbedingt schwierige Sachen ausprobieren, denn mehr als schiefgehen kann es nicht.

    Was war die größte Herausforderung bei „Das große Promibacken“? Was ist schwieriger: den Kuchen backen/gestalten oder das Zeitmanagement?

    Zeitmanagement, absolut das Zeitmanagement. Kuchen gestalten ist meine Lieblingsherausforderung gewesen, das habe ich geliebt, alle Details, usw. Aber das Zeitmanagement und auch die Visualisierung, gerade bei den technischen Prüfungen, wenn man nur vom Blatt abliest und nicht genau weiß, wie es aussehen soll, wenn man zum Beispiel kein Bild hat … das fand ich zusammen mit am schwersten. Und sich nicht stressen zu lassen – also nicht von außen, aber auch nicht von den eigenen Fehlern. Gerade, wenn es auf die letzten zehn Minuten geht, dann gehe ich mal tief durchatmen, um mit ruhiger Hand Sachen aufspritzen oder drauflegen oder dekorieren zu können, oder um eine Torte umzubetten. Also nicht zu guter Letzt dann noch die Nerven verlieren. Das fand ich eine Herausforderung.

    Haben Sie mehr Spaß gehabt beim Kreieren des Kuchens oder beim Dekorieren?

    Absolut Deko! Kleine Männchen schnitzen und dekorieren ist genau mein Ding. Ich finde, ich bin nicht mehr so ein Riesenfan von Kuchen und Torten, wenn es ums Essen geht, aber ich liebe die Herstellung. Ich finde, das ist einfach der beste Prozess, vor allem am Ende, wenn du alles richtig schön machen kannst, das ist genau mein Ding. Team Deko!

    Als Hamburgerin: Wie ist ihr Verhältnis zu Franzbrötchen und Butterkuchen?

    Nicole Jäger: Wir sind verheiratet miteinander. Franzbrötchen ist das beste Gebäck der Welt! Ich bin Hamburgerin, ich muss das sagen. Franzbrötchen ist einfach das Beste, und es gibt sie nirgendwo besser als in Hamburg. Ich habe auch schon mal Franzbrötchen selbst gebacken, aber in Hamburg gibt es so gute Bäcker:innen für Franzbrötchen, so dass Losgehen und welche Kaufen die bessere Variante ist.

    Warum sollte man die siebte Staffel auf keinen Fall verpassen?

    Weil wir ein richtig gutes Team sind! Es hat richtig Spaß gemacht, es gab keine Zankereien und es haben sich alle so richtig reingehängt. Wir haben vom ersten Tag an von den Juror:innen gehört, dass wir ein enormes Niveau haben, und das merkt man auch, wenn man sich später die Ausscheidungspunkte anguckt. Man hat gegen unglaublich gute Konkurrent:innen gebacken. Es ging gar nicht so ums Gewinnen, es ging darum, dass man richtig gute Leistung abliefern wollte und sich einfach richtig reinhängt hat. Das haben alle gemacht und wir hatten dabei immer noch Spaß. Es wird sich auf jeden Fall lohnen, sich die Staffel anzugucken, weil man viel mitnehmen kann daraus.

    Antreten muss Nicole Jäger gegen Moderatorin Caroline Beil, Schauspielerin Gerit Kling, Moderator Jochen Schropp, Sänger Joey Heindle, Schauspieler Kai Schumann, Kunstturn-Europameister Philipp Boy und Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt-Gregor.

    „Das große Promibacken“, siebte Staffel, sechs Folgen (vom 11.01.-15.02.), produziert von Tower Productions – ab Mittwoch, 11. Januar 2023, um 20:15 Uhr in SAT.1 und auf Joyn. Infos zur aktuellen Staffel gibt es HIER.

    Foto: Nicole Jäger © SAT.1 / Claudius Pflug

    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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