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Dienstag, 4 Oktober 2022
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    Radsportspektakel in Volksdorf

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    Am 4. September gingen in Volksdorf im Rahmen des Stadtteilfestes über 200 nationale und internationale FahrerInnen in verschiedenen Klassen beim 37. Großen Preis von Volksdorf, dem Wolfgang Strohband Gedenkrennen, auf die nur einen Kilometer lange Rundstrecke durch den Ortskern an den Start und lieferten sich rasante Rennen.

    Das Radrennen hat Tradition im Stadtteil: Der Große Preis von Volksdorf findet seit 1983 statt. Bis auf die beiden Corona-Jahre wurde das Radrennen immer durchgeführt. Ins Leben gerufen hat es Wolfgang Strohband, langjähriger Manager des früheren Tour-de-France-Siegers Jan Ullrich und viele Jahre Vorsitzender der RG Hamburg. Strohband verstarb im vergangenen Jahr nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Jetzt ging es nach zweijähriger, pandemiebedingter Pause endlich wieder auf die Strecke. Der Einladung der RG Hamburg (Radsport-Gemeinschaft Hamburg von 1893 e.V.) zum 37. Großen Preis von Volksdorf – Wolfgang Strohband Gedenkrennen, sind über 200 Rennfahrinnen und Rennfahrer gefolgt. Das Besondere an diesem Radrennen: Der Rundkurs ist nur einen Kilometer lang und führt direkt durch den Volksdorfer Ortskern.

    Für die Zuschauer war es bei bestem Wetter ein rasantes Vergnügen, das sie direkt an der Strecke von den Absperrungen aus verfolgten. © RG Hamburg

    „Dabei werden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern erreicht“, so Christian Faber, jetziger 1. Vorsitzender der RG Hamburg. Vorweg fährt ein Safety-Car, um dafür zu sorgen, dass die Strecke wirklich frei ist. „In diesem Jahr waren die Rennfahrer so schnell, dass das Safety-Car zum Teil mit 90 Stundenkilometern fahren musste. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Hauptrennens betrug rund 48 Km/h“, berichtete er.

    Für die Zuschauer war es bei bestem Wetter ein rasantes Vergnügen, das sie direkt an der Strecke von den Absperrungen aus verfolgten. Ein Highlight war das Hauptrennen der Elite, bei dem es eine Überrundung des Hauptfeldes gab. Sechs Fahrer lieferten sich am Ende den Endspurt, bei dem Lokalmatador und RG Hamburg Mitglied Leon Rohde (Jg. 1995, RAD – NET ROSE TEAM), nach 75 Runden und damit 75 gefahrenen Kilometern, aufgrund eines Aussetzers in der Gangschaltung Pech hatte und Dritter wurde. Platz eins ging an Moritz Thömen (Bike Market Team), zweiter wurde Niklas Behrens (Stevens Racing Team). Die ersten drei Fahrer kamen fast zeitgleich ins Ziel, es fehlten 7 Hundertstel Sekunden zwischen Platz 1 und 3. Den Rundenrekord mit 1 Min. 12,74 Sekunden für die 1.000 Meter konnte Leon Rohde dagegen für sich als Sieger verbuchen.

    Zuvor hatte das RG Hamburg Mitglied Christian Hamburg einen ebenso respektablen 2. Platz im Mastersrennen (Ü50) belegen können. Sieger wurde hier der Fahrer Matthias Sterly vom RG Bergedorf, 3. der Fahrer Jens Boritzka aus Parchim. Interessanterweise sind die beiden letztgenannten Fahrer auch alle schon einmal Mitglied in der RG Hamburg gewesen.

    Am Ende war es ein tolles Wochenende für alle Besucherinnen und Besucher des Stadtteilfestes in Volksdorf, mit einem faszinierenden, radsportlichen Highlight und mit einem großen Dankeschön der RG Hamburg an die Freiwillige Feuerwehr Volksdorf, den ASB, den Walddörfer Sportverein, die Stadt Hamburg für die Active City Unterstützung und an alle anderen helfenden Hände.

    Siegerehrung Hauptrennen Elite: Niklas Behrens (Stevens Racing Team), Moritz Thömen (Bike Market Team), Leon Rohde (RAD – NET ROSE TEAM, v.l.) © RG Hamburg
    Siegerehrung Masters 3: Christian Hamburg (RG Hamburg 1893), Matthias Sterly (RC Bergedorf 1988), Jens Boriczka (PSV Schwerin, v.l.) © RG Hamburg

    Aufmacherfoto: Der Große Preis von Volksdorf findet seit 1983 statt. Ins Leben gerufen hat es Wolfgang Strohband, langjähriger Manager des früheren Tour-de-France-Siegers Jan Ullrich und viele Jahre Vorsitzender der RG Hamburg. Strohband verstarb im vergangenen Jahr nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren. © RG Hamburg

    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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