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Freitag, 2 Dezember 2022
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    Darmkrebsmonat März

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    Seit 20 Jahren wird der März in Deutschland zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs. Zum 21. Mal steht der März daher in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge.

    Die  Diagnose Darmkrebs ist für viele Betroffene ein Schock und kann das gewohnte Leben durcheinanderbringen. Besonders tückisch: Ein Tumor im Dick- oder Enddarm löst häufig lange Zeit keine Beschwerden aus.

    Ärzte können den Aktionsmonat nutzen und ihre Patienten verstärkt auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Darmkrebs hinweisen. Bei der Darmkrebsvorsorge kommen Mediziner bösartigen Veränderungen und sogar schon deren Vorstufen auf die Spur.

    Jährlich sterben allein in Deutschland ca. 24.403 Menschen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung.
    Dabei kann man kaum einer anderen Krebsart so leicht vorbeugen.

    Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann die Entstehung von Darmkrebs neben familiären Risikofaktoren durch Übergewicht, den Konsum von Alkohol und Tabak sowie eine unausgewogene Ernährung mit viel rotem Fleisch, wenig Ballaststoffen und wenig Obst und Gemüse begünstigt werden. Eine gesunde Lebensweise trägt aktiv dazu bei, das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken.

    Durch Vorsorge und Früherkennung könnten nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden.

    War früher Darmkrebs eher eine Erkrankung, die bei Älteren auftrat, steigen die Erkrankungszahlen in der jüngeren Generation an.

    Gegen den Krebs und für die Gesundheit! Vorsorge ist wichtig! Theoretisch müsste kaum jemand an Darmkrebs sterben. Ist der Krebs diagnostiziert, gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten.

    Zu wenig Menschen nutzen die Vorsorge

    Umfragen zeigen indessen, dass die Mehrzal der Menschen über die Angebote zur Darmkrebsvorsorge informiert sind. Trotzdem nehmen zu wenige sie in Anspruch. Als Hauptgründe nennen Befragte, dass sie keine Beschwerden hätten oder es persönlich nicht für notwendig hielten. Ein weiterer Teil gibt an, die Untersuchung für unangenehm zu halten oder Angst davor zu haben.

    In der Regel haben Frauen und Männer ab einem Alter von 50 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf die Teilnahme an Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs. Personen mit einem erhöhten familiären Risiko wird empfohlen, mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt die individuelle Gefährdungssituation zu besprechen und daran angepasste Frühkennungsuntersuchungen auch schon deutlich früher zu nutzen. Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für den immunologischen Test auf verborgenes Blut im Stuhl und die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs. 

    Bei Personen, die eine Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch genommen hatten, traten nahezu 60Prozent weniger Darmkrebs-Neuerkrankungen auf als bei Personen, die auf die Untersuchung verzichteten. Auch soll im Darmkrebsmonat März noch einmal ins Bewusstsein gelangen, dass Vorsorge nicht erst betrieben werden soll, wenn schon Beschwerden bestehen.

    Denn Darmkrebs wächst sehr langsam und verursacht meist viele Jahre keine Symptome. Wenn der Betroffene etwas bemerkt, ist die Krankheit meist schon fortgeschritten. Früh erkannt sind die Heilungschancen dagegen sehr gut. Darmkrebsvorsorge ist also etwas, das man als gesunder Mensch – ohne Darmbeschwerden – wahrnehmen sollte.

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