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Mittwoch, 1 Dezember 2021
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    Olympische Medaillen für NRV Olympic Team

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    Ein Tag für die Geschichtsbücher des deutschen Segelsports: NRV Olympic Team Seglerin Susann Beucke holt mit ihrer Steuerfrau Tina Lutz (auf dem Foto links) nach 21 Jahren die ersten olympischen Medaillen im deutschen Frauensegelsport, 30 Minuten später sichern sich die NRV Olympic Team Segler Erik Heil und Tommi Plößel ihre zweite Olympische Bronzemedaille und nochmal später setzt das Kieler Nacra 17 Duo Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer mit seiner Bronzemedaille dem deutschen Segelmedaillenspiegel die Krone auf.

    Nach einem souveränen Medalrace beendeten die 49er FX Athletinnen am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ihre ersten olympischen Spiele auf Platz 2. 14 Jahre hatten sie darauf hingearbeitet. Nur wenig später gewinnen Erik Heil und Tommi Plößel, in einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale ihre zweite Bronze Medaille. Genau wie bei den Plätzen eins und zwei fiel auch die Entscheidung zwischen Platz drei und vier bei Punktgleichheit.

    Erik Heil (r.) und Tommi Plößel.

    Dieser 3. August war der Lohn vieler Jahre harter Arbeit. Dafür wurden die Athleten und Athletinnen gebührend gefeiert – nach dem Empfang der Segler am Frankfurter Flughafen Donnerstagabend, 22:35 Uhr ging es am 06. August in die Team Hamburg Lounge über den Dächern Hamburgs, wo die Sportler von der Stadt Hamburg und Sportsenator Andy Grote offiziell begrüßt wurden. 

    Klaus Lahme, Clubmanager des Norddeutschen Regatta Vereins, betonte die Einmaligkeit und die besondere Leistung der Sportler: „Die Qualifikation zu olympischen Spielen ist schon eine wirkliche Herausforderung. Nur ein Startplatz pro Nation, dazu beschränkte internationale Kontingente. Dass es uns mit dem NRV Olympic Team gelungen ist, fünf der sechs deutschen Olympiaboote zu stellen, war schon ein Riesenerfolg. Und nun bringen uns die Sportler noch zwei Medaillen mit zurück nach Hamburg – Wahnsinn!!“

    NRV Vorsitzender Tobias König verbindet seine Freude vor allem auch mit einem Dank an den Teamgründer und die Sponsoren: „Als unser Kommodore Gunter “Piese” Persiehl vor 21 Jahren auf dem Rückflug von den Olympischen Spielen in Sydney das NRV Olympic Team gegründet hat, war sicher nicht daran zu denken, dass das Team so erfolgreich werden würde. Wir waren schon außer uns vor Freude, dass fünf der sechs Teams in Tokyo aus dem NRV Olympic Team sind, aber dass Tina Lutz und Susann Beucke Silber und Thomas Plößel und Erik Heil Bronze gewonnen haben, ist großartig. Besonders freut mich aber auch, dass Paul Kohlhoff und Alicia Stuhlemmer ebenfalls eine Bronzemedaille gewonnen haben. Wir sind mit den beiden eng verbunden und superglücklich, wie erfolgreich das German Sailing Team des DSV bei diesen Olympischen Spielen gewesen ist. All das wäre sicher ohne die Initiative unseres Kommodores und die vielen Unterstützer und Sponsoren der Segler nicht machbar gewesen, denen ich an dieser Stelle für ihren großartigen Einsatz herzlich danken möchte.“

    Last but not least war auch das Finale der 470er Frauen am heutigen Mittwoch nochmal ein ungewöhnlich hart umkämpftes Rennen. Die NRV OLYMPIC TEAM Athletinnen Luise Wanser und Anastasiya Winkel segelten nochmal fantastisch beendeten diese Olympischen Spiele mit einem zweiten Platz und dem Gesamtrang 6. Ohne die Last der Punkte aus der Disqualifikation nach den ersten zwei Wettfahrten wären die beiden zweifelsohne um die Medaillen mitgesegelt (rein rechnerisch, wäre es die Sibermedaille geworden!). Ihre seglerische Leistung bei diesen Olympischen Spielen war phänomenal stark und bleibt zu würdigen – auch ohne Medaillen. Sich nach dem Rückschlag des ersten Tages so zurückzukämpfen – das ist sportliche Höchstleistung!

    Last but not least war auch das Finale der 470er Frauen am heutigen Mittwoch nochmal ein ungewöhnlich hart umkämpftes Rennen. Die NRV OLYMPIC TEAM Athletinnen Luise Wanser und Anastasiya Winkel (Vorschoterin) segelten nochmal fantastisch beendeten diese Olympischen Spiele mit einem zweiten Platz und dem Gesamtrang 6. Ohne die Last der Punkte aus der Disqualifikation nach den ersten zwei Wettfahrten wären die beiden zweifelsohne um die Medaillen mitgesegelt (rein rechnerisch, wäre es die Sibermedaille geworden!). Ihre seglerische Leistung bei diesen Olympischen Spielen war phänomenal stark und bleibt zu würdigen – auch ohne Medaillen. Sich nach dem Rückschlag des ersten Tages so zurückzukämpfen – das ist sportliche Höchstleistung!

    Alle Fotos: © Sailing Energy/Wold Sailing

    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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